Grußwort der Hessischen Staatsministerin für Umwelt, Energie,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Liebe Besucherinnen und Besucher,
die Sicherstellung der Energieversorgung ist eine unserer Zukunftsaufgaben. Wie können wir den Umstieg auf erneuerbare Energien schnell erreichen? Wie schaffen wir bestmögliche Energieeffizienz? Hierauf gilt es griffige Antworten und erfolgreiche Lösungen zu finden. Ich möchte daher die Gelegenheit ergreifen, im Rahmen dieser Messe einem breiten Publikum neueste Informationen zu diesem Thema zu vermitteln.
Ein Projekt unseres Ministeriums ist die Hessische Energiespar-Aktion, die mit ihrer Ausstellung „Energie sparen im Altbau“ auf dieser Messe vertreten ist. Diese Ausstellung zeigt konkrete Schritte, mit denen Hauseigentümer ihren Altbau zum Energiesparhaus machen können.
Auch die Effizienz im Energiebereich ist wichtig, um Rohstoffknappheit und Klimawandel in den Griff zu bekommen. Würden alle 2,9 Millionen hessischen Haushalte jeweils nur 350 Euro in stromeffiziente Maßnahmen investieren, so hätte dies eine Verminderung des jährlichen Stromverbrauchs in Hessen um rund 2,168 Millionen Kilowattstunden und der jährlichen CO2-Emissionen um ca. 1,44 Millionen Tonnen zur Folge. Die so erreichbare Stromeinsparung entspricht in etwa dem Stromverbrauch von 750.000 Privathaushalten.
Ich bin sicher, dass die Energie- und Baumesse Ihnen hier in Alsfeld wichtige neue energiewirtschaftliche Impulse geben wird. In diesem Sinne wünsche ich allen Ausstellern und Besuchern einen regen Meinungsaustausch und viele interessante Anregungen.
Ihre
Lucia Puttrich
Hessische Ministerin für Umwelt, Energie,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Grußwort des Bürgermeisters der Stadt Alsfeld
Als Bürgermeister der Stadt Alsfeld bin ich stolz darauf, dass hier bei uns in der Stadthalle eine neue überregionale Verbrauchermesse vorbereitet wird: „Umwelt 2012 Alsfeld“.
Eine gut gemachte Umweltmesse ist ein Plus für den Standort Alsfeld.
Franz Alt sagt: „Klimaschutz kostet zwar Geld, aber kein Klimaschutz kostet die Zukunft“. „Umwelt 2012 Alsfeld“ wird zeigen, dass klugen Worten kluge Taten folgen, dass “öko“ nichts mit Verzicht oder Askese zu tun hat, aber viel mit intelligenten, gesunden und preiswerten Alternativen, mit Gewinn für die Verbraucher, für die Wirtschaft und für die Umwelt.
Das Nachdenken über alternative Energieformen und Energieeinsparungsmöglichkeiten hat in Alsfeld eine lange Tradition. Begonnen haben wir mit einem breit angelegten Energiekonzept. Es folgte unserer lokalen Agenda 21, verabschiedet im Juni 2001. Der nächste Schritt waren die „Alsfelder Energie-Tage 2007“ mit der 1. Alsfelder Energiesparmesse „In Alsfeld steckt Energie“. Ein wichtiges Element war dabei immer die Kooperation mit Handwerk und Handel und den Schulen. Soweit die Theorie – es folgt die Praxis:
2003 haben wir im Regionalmuseum die Heizungsanlagen komplett erneuert. Wir haben das trotz der angespannten Haushaltslage getan – so, wie wir auch in diesem Jahr die Kindergärten Rodenberg, Krebsbach, Angenrod und Berfa energetisch verbessern. Die Quittung haben wir mit der Gasrechnung erhalten. 13.500,00 € wurden für die Heizungsanlage im Museum investiert, der jährliche Heizenergieverbrauch hat sich um mehr als als 60.000 Kilowattstunden verringert - das sind 6000 Liter Heizöl. Oder mit anderen Worten: unsere Investition war im höchsten Maß rentabel für die Stadtkasse und für das Klima.
Lassen Sie uns weiter rechnen: Alsfeld hat ca. 7.000 Haushalte. Wenn wir unterstellen, dass ein Einsparpotential von etwa 5.000 Kilowattstunden im Jahr pro Haushalt realistisch ist, egal, ob es um weniger Stromverbrauch, weniger Gas oder Öl geht, dann sind das 5.000 mal 7.000 = 35 Millionen Kilowattstunden im Jahr. Das heißt: 3,5 Millionen Liter Heizöl mit einem Wert von mehr als 2 Millionen Euro stehen in Alsfeld zur Disposition – jedes Jahr. Das heißt, wir können weiterhin im Jahr 2 Millionen Euro verwenden, um unsere Energierechnung zu bezahlen. Wir können unser gutes Geld aber auch sinnvoll hier vor Ort investieren, unser Museum zeigt, dass das funktioniert. Den Nutzen davon haben nicht nur die Verbraucher in der Region, sondern auch die kleinen und mittleren Betriebe in Alsfeld und Umgebung. Betriebe, die sich in den letzten Jahren ein hohes Know-how angeeignet haben und für die diese Messe eine Werbeplattform sein soll.
Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen gehen oft in einer breiten Informationsflut unter. Gute Messen sind hier für Anbieter ein Medium um glaubwürdig und präsent zu sein. Nur das, was gezeigt wird, anfassbar und „be-greifbar“ ist, wird auch verstanden. Ein interessiertes Publikum wird auf dieser Messe Gespräche mit Fachleuten führen können, die Unternehmen werden Kontakte zu potenziellen Kunden aufbauen – ein Gewinn für alle Seiten.
Ich bin überzeugt, dass „Umwelt 2012 Alsfeld“ unsere Region bereichern wird – und lade Sie ein, dabei zu sein.
Ihr
Ralf-Alexander Becker
Bürgermeister der Stadt Alsfeld
Schirmherr der Umwelt 2012 Alsfeld
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